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GAGFAH gemischte Q3-Zahlen


09.11.2011
Warburg Research

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Torsten Klingner, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von GAGFAH (ISIN LU0269583422 / WKN A0LBDT) unverändert mit "kaufen" ein.

GAGFAH habe Q3-Zahlen veröffentlicht. Die Mieteinnahmen seien aufgrund des kleineren Portfolios um 5% rückläufig gewesen. Erstmals seit 2007 habe GAGFAH einen kleinen Immobilienbewertungsgewinn von EUR 5,8 Mio. erzielt, was bemerkenswert sei, da es die mittlerweile ziemlich konservative Portfoliobewertung (moderater Mietmultiplikator von 13,5) unterstreiche. In den letzten Jahren seien GAGFAHs Quartalszahlen mehr oder weniger durch Abschreibungen auf Immobilien beeinflusst worden.

Der FFO habe durch geringere als erwartete Ergebnisse aus Immobilienverkäufen sowie höheren Instandhaltungskosten (+52%) unter der Schätzung gelegen. Die FFO-Aufteilung sehe wie folgt aus: EUR 0,10 je Aktie aus Mieten (Wer: 0,11) und EUR 0,01 je Aktie aus Immobilienverkäufen (Wer: 0,03).

Aufgrund von nicht antizipierten Vorfälligkeitsentschädigungen im Zusammenhang mit
Immobilienverkäufen i.H.v. EUR 25,3 Mio. habe der Jahresüberschuss unter der Schätzung gelegen. Bei der Mietentwicklung habe das annualisierte Mietwachstum in Q3 mit +1,6% (Q1: 1,2%, Q2: 1,4%) weiter an Dynamik gewonnen. Nach neun Monaten habe der NAV bei EUR 12,10 je Aktie gelegen (Q2: EUR 12,12, Q4e: EUR 12,62 inkl. des NAV steigernden Aktienrückkaufprogramms).


Mit Immobilienverkäufen im Volumen von EUR 272 Mio. nach neun Monaten habe das Unternehmen bereits sein Veräußerungsziel für 2011 erreicht. Zudem sei am 2. November der Berliner Portfolioverkauf (4.800 Einheiten, EUR 330 Mio.) an GSW (ISIN DE000GSW1111 / WKN GSW111) unterzeichnet worden (Dekonsolidierung in Q4). Die Analysten würden dabei mit einem deutlichen Ergebnisbeitrag (Bruttomarge etwa 10%) rechnen.

Zur kurzfristigen Refinanzierung (EUR 270 Mio. im April 2012 fällig) seien in der Telefonkonferenz keine konkreten Angaben gemacht worden. Hinsichtlich des Rechtsstreits mit der Stadt Dresden werde frühestens in Q1/2012 eine Gerichtsverhandlung erwartet.

In den letzten Quartalen habe GAGFAH ca. 5.000 ihrer 7.000 nicht zum Kerngeschäft gehörenden Einheiten verkauft. In den kommenden Monaten sei mit dem Verkauf aller Einheiten im non-core-Bestand zu rechnen. Da sich einige der verkauften Immobilien in einem schlechten Zustand befunden hätten in Kombination mit der signifikanten Erhöhung der Instandhaltungsaufwendungen (9M/11: +45%) sollte der negative Newsflow hinsichtlich Instandhaltungsmängeln ausbleiben. Der zu einem Mittelzufluss von EUR 65 Mio. führende erfolgreiche Portfolioverkauf in Berlin ermögliche ein weiteres Aktienrückkaufangebot.

Mit einem KBV von 0,4 und einer wiederkehrenden FFO-Rendite von ca. 10% (Peer Group: 3 bis 5%) sei die Aktie attraktiv bewertet.

Die Kaufempfehlung der Analysten von Warburg Research wird für die Aktie von GAGFAH mit einem unveränderten Kursziel von EUR 7 (Basis: NAV) bestätigt. (Analyse vom 08.11.2011) (09.11.2011/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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